Gestrige Spitzenfähigkeit wird Jahr für Jahr ~10× billiger
Für ein einmal erreichtes Leistungsniveau fiel der KI-Preis historisch beispiellos schnell — rund 280-fach in zwei Jahren. Das jeweils beste Modell bleibt dabei teuer.
Quelle: Stanford HAI AI Index 2025 · Epoch AI.
Die ehrliche Kennzahl ist nicht „was kostet das beste Modell“, sondern „was kostet ein einmal erreichtes Leistungsniveau über die Zeit“. Für GPT-3.5-Niveau fiel dieser Preis laut Stanford HAI um das ~280-fache in zwei Jahren — von 20,00 $ auf 0,07 $ je Mio Tokens. Epoch AI misst über alle Benchmarks einen Verfall von rund 10× pro Jahr.
Der Verfall hat vier Treiber: bessere Hardware (~30 % Preis-Leistung pro Jahr), algorithmische Effizienz (~3× pro Jahr), Quantisierung (16-bit → 4-bit) und Wettbewerb zwischen den Anbietern. Hardware allein erklärt nur einen Teil — der größere Hebel ist, dass Modelle bei gleicher Fähigkeit kleiner werden.
Fähige Open-Weights-Modelle liegen self-hosted in der Größenordnung 0,05–0,40 $ je Mio Tokens. Was 2021 das beste Modell war, kostet heute einen Bruchteil davon. Gestrige Spitzenfähigkeit ist Commodity geworden.
Für mana heißt das: Bauen kostet kaum noch etwas. Genau das macht die Vereins-Form ökonomisch tragfähig — was früher Risikokapital und ein großes Team brauchte, übernimmt heute zu großen Teilen die KI. Die vollständige Datenlage mit allen Quellen steht in docs/KI_OEKONOMIE_LAGE.md.
Der Frontier-Preis fällt nicht. Das jeweils beste Modell bleibt teuer (Premium-Output ~15–30 $ je Mio Tokens). Billiger wird gestrige Spitzenfähigkeit, nicht heutige. Arbeit, die mit „gut genug"-Modellen auskommt, wird real fast gratis; Aufgaben, die nur das absolute Frontier lösen, nicht.
Quellen Dritter
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