e.V.
Lösungen · Architektur · Live · geprüft 2026-05-21

Cross-App-Timeline — jede Änderung ist sichtbar, auch KI-Änderungen

Eine zentrale Zeitleiste über alle Vereins-Apps zeigt in Echtzeit, was sich in den eigenen Daten geändert hat — von wem, wann, in welcher App, und ob ein Mensch oder eine KI sie geschrieben hat.

These
Wenn jede Änderung ein attribuierter Event ist, wird Transparenz zu einem Read-Modell — kein Marketing-Versprechen, sondern eine technische Konsequenz.
Was wir tun

Die übliche Software-Sicht auf Daten-Änderungen sieht so aus: man öffnet eine App, sieht den aktuellen Stand, und nimmt an, dass alles, was dort steht, von einem selbst stammt. Manchmal stimmt das. Manchmal hat die App im Hintergrund Daten ergänzt, eine KI hat Vorschläge in eigene Notizen geschrieben, ein automatischer Sync hat Konflikte aufgelöst. Das alles passiert lautlos.

Wir wollten das umdrehen. Wenn alle Schreibungen ohnehin als Events durch den sync2-Ledger laufen, lässt sich daraus trivial eine Zeitleiste ableiten — eine, die auch zeigt, was sonst stillschweigend passiert wäre. hub.mana.how/timeline ist genau das: die chronologische Sicht auf alle eigenen Änderungen über alle Vereins-Apps, mit Akteur-Attribution. Ein menschlicher Edit sieht anders aus als ein Service-Schreib, und ein KI-Edit sieht wieder anders aus.

Die Pointe: das ist keine Marketing-Feature. Es ist ein Read-Modell auf die existierende Event-Geschichte, ein paar hundert Zeilen Code. Sobald die Daten-Architektur (siehe Event-Sourcing) richtig sitzt, fällt die Timeline daraus ab. Genauso die Export-Funktion, das Audit-Log, die DSGVO-Auskunft — alles Sichten auf denselben Ledger.

Wir sind in Phase 1: Aggregation im Browser, ohne Server-seitige Verkettung. Phase 2 (native App), Phase 3 (KI-Erklärungen direkt am Event), Phase 4 (App-Vignetten in der Timeline) bauen wir später, wenn das Fundament tragfähig ist. Für heute reicht uns die Behauptung: es gibt keine stille KI-Schreibung in einer mana-App, die nicht in der Timeline auftaucht.

Umsetzung

Wie genau das funktioniert

  • `hub.mana.how/timeline` aggregiert client-seitig Events aus allen Apps der angemeldeten Nutzerin in einer chronologischen Liste.
  • Jeder Event trägt eine Akteur-Attribution: `user`, `service`, `ai` — KI-Schreibungen sind nicht versteckt, sondern als solche sichtbar.
  • Filter nach App, Akteur-Typ und Zeitfenster. Ein Klick auf einen Event führt zur Quell-App.
  • Optional: Webhooks/RSS — die eigene Timeline als Feed exportierbar, inkl. KI-Aktionen.
  • Die Aggregation passiert ausschließlich im Browser der Nutzerin, keine Server-seitige Verkettung über Apps hinweg.
Trade-offs

Was uns das kostet

Jeder Lösung hat einen Preis. Diese hier zahlen wir bewusst — weil das, was wir damit erreichen, mit nachgelagerten Tricks nicht ehrlich zu bauen ist.

  • Eine vollständige Timeline kann lang werden. Default-Ansichten müssen sinnvoll filtern, ohne wichtige Änderungen zu verstecken.
  • KI-Aktionen sichtbar zu machen, bedeutet auch, dass jede automatische Empfehlung als Event auftaucht. Das ist gewollt, aber für UX anspruchsvoll.
  • Client-seitige Aggregation kostet Bandbreite. Für sehr viele Events brauchen wir später eine optionale, opt-in-basierte Server-seitige Aggregation mit klarem Berechtigungs-Modell.
Stand

Offene Punkte

  • Phase 2 (eigene Timeline-Native-App), Phase 3 (KI-Erklärungen pro Event), Phase 4 (App-Vignetten) sind bewusst offen — zuerst Stabilität der Phase 1.

Lösungen sind die strukturellen Antworten des Vereins. Werte sagen, wonach wir uns ausrichten; Probleme sagen, wogegen; Lösungen sagen, was wir daraus baulich machen.