Finanzierungsbedarf

Was der Verein braucht — und woher es kommt.

Damit Fördernde den Bedarf begründet sehen — und wir selbst wissen, wie viel wir einwerben sollten: hier stehen alle Investitionen des Vereins beisammen. Kein Wunschzettel, sondern der reale Bedarf, Posten für Posten, mit Größenordnung. Was vertraulich ist — welche Stiftung, welcher Stand der Ansprache — bleibt bewusst außen vor.

→ Wie wir mit Geld umgehen: Transparenz

Ziel-Korridor

Wie viel wir einwerben sollten

Zwei Größen bestimmen den Bedarf: einmalige Anschaffungen (klein, oft aus Rücklagen tragbar) und die jährlichen Grundkosten des Vereinsbetriebs — die eigentliche Zahl, die wir über Förderer absichern wollen, bis das Mana-Volumen sie selbst trägt.

Einmalig, jetzt
~3,8k–6,8k €
Hardware-Anschaffungen, Vereinsgründung und DSGVO-Audit (€/CHF, grob Parität); ZEWO ~3–5k CHF folgt später
Jährlich, wiederkehrend
~10,3k–20,7k CHF
Vereinsbetrieb (Buchhaltung, Recht, Steuer, Audit) + Fundraising-Werkzeuge
Anlauf-Brücke (~3 Jahre, +20% Puffer)
~37,1k–74,3k CHF
Der jährliche Sockel über eine angenommene Aufbauphase von rund drei Jahren, mit 20% Sicherheitspuffer — die Größenordnung fürs Fundraising

Der jährliche Sockel wird vom Verein selbst getragen, sobald das Mana-Volumen etwa 200.000–400.000 € pro Jahr erreicht. Bis dahin schließen die drei Säulen — Mitgliedsbeiträge, Auftragserlöse und eingeworbene Förderung — die Lücke gemeinsam; den Förder-Anteil davon bauen wir mit Stiftungen. Die „rund drei Jahre" sind eine Annahme für die Größenordnung, kein festes Versprechen — die Docs nennen bewusst nur „mehrere Jahre". (CHF und € liegen grob auf Parität; Beträge sind Größenordnungen, keine Angebote.)

Das ganze Bild

Was schon drinsteckt — und was noch fehlt

Der Cash-Bedarf oben ist bewusst klein — aber nur die Spitze. Der weitaus größte Teil steckt schon drin, als Eigenleistung: vor allem geleistete Entwicklungsarbeit (zu Schweizer Marktlöhnen bewertet), dazu eigene Hardware und selbst getragene Betriebskosten. Diese Werte fließen in kein Spenden-Ziel; sie zeigen, wie viel Substanz hinter dem bescheidenen Bedarf steht.

PostenGrößenordnungArt
Bereits investiert · Eigenleistung
Geleistete Entwicklungsarbeit (zu CH-Marktlohn bewertet)~110–160k CHFunbezahlt, selbst erbracht
Bestehende Hardware (Mac Mini M4, RTX-3090-Workstation)~2,5–3k CHFselbst angeschafft
Bisherige Cloud- & Abo-Kosten (LLM-APIs, Domains, Dev-Accounts)~3–6k CHFselbst getragen
Summe Eigenleistung~115–170k CHFbereits erbracht
Künftiger Cash-Bedarf
Einmalig (Hardware + Vereinsgründung + Audit)~3,8k–6,8k €Rücklagen / Förderung
Jährlicher Sockel (Vereinsbetrieb + Werkzeuge)~10,3k–20,7k CHF/JahrFörderung
Anlauf-Brücke (3 Jahre, inkl. 20% Puffer)~37,1k–74,3k CHFFundraising-Ziel
Stiftungskapital (Fernziel, gewidmet)~50k CHFgewidmetes Kapital

Bewertungsbasis der Arbeit: der Median-Jahreslohn für Softwareentwicklung in der Schweiz (~CHF 105'000 laut Schweizer IT-Salärstudien, eher konservativ), angesetzt über rund ein bis anderthalb Jahre Vollzeit-Äquivalent (Annahme; die genaue Stunden-/Aufwandserfassung ist ein offener Punkt). Zu Marktlöhnen bewertet wird hier nur, um die Größenordnung des Geschenks sichtbar zu machen — der Verein selbst rechnet und vergütet Arbeit dagegen bewusst zumSelbstkostensatz (an der ZEWO-Vergütungsstudie geeicht, unter Marktlohn), nie zum Marktpreis. Die Eigenleistung geht per Einbringungsvertrag unentgeltlich und unwiderruflich in den Verein über — kein Rückfall an den Gründer. Alle Beträge sind Größenordnungen, keine Rechnungen (CHF und € grob auf Parität).

Einmalig

Was einmal angeschafft wird

Hardware, Gründung und ein erstes Audit — die Posten, die einmal fallen. Die Hardware ist aus den Infrastruktur-Anschaffungenübernommen, jede mit eigener Detailseite. Der günstigste Weg steht überall zuerst: prüfen, was schon da ist.

Jährlich

Was Jahr für Jahr wiederkehrt

Der eigentliche Fundraising-Treiber: die Grundkosten eines sauber geführten Vereins über zwei Rechtsordnungen. Diese Summe wollen wir für die Anlaufphase absichern.

Nicht aus Förderung

Was der Verein selbst trägt

Damit klar bleibt, was nicht Teil des Fundraising-Ziels ist:

Gründerlohn (operativ)

Die operative Arbeit soll zum Selbstkostensatz vergütet werden, sauber getrennt: unbezahlt im Vorstand bzw. künftigen Stiftungsrat (Governance), davon getrennt angestellt für die operative Leitung. Die Lohnhöhe soll ein unabhängiges Organ festlegen, geeicht an einer externen Vergütungsstudie — finanziert aus Auftragserlösen, höchstens ergänzt durch zweckgebundene Lohn-Förderung, nie aus Mitgliedsbeiträgen oder allgemeinen Spenden. Deshalb steht hier bewusst kein Betrag; der Gründerlohn ist nicht Teil des oben bezifferten Bedarfs.

Das eigentliche Ziel

Der größte Schritt: mana selbst als gemeinnützige Stiftung

Gemeint ist nicht eine Förder-Stiftung als Geldgeberin, sondern mana selbst als Stiftung: Der Verein ist die erste Stufe; mittelfristig überführt er alles — Code, Marken, Domains, Vermögen — in eine eigene gemeinnützige Stiftung. Dem Zweck für immer gewidmet, unverkäuflich, dem Zugriff Einzelner entzogen (warum Stiftung).

Grundstockkapital
~50k CHF
Das Stiftungsvermögen, das die Aufsichtsbehörde erwartet — bleibt als gewidmetes Kapital, wird nicht verbraucht
Gründungskosten, einmalig
~5–12k CHF
Notarielle Stiftungsurkunde, Handelsregister, rechtliche Begleitung — einmalig; die Stiftungsaufsicht danach jährlich

Das Grundstockkapital ist der größte einzelne Betrag im ganzen Bild — aber ein besonderer: Es wird nicht ausgegeben, sondern gewidmet. Aufbaubar aus Rücklagen, einer Gründungs-Spende oder über die Zeit durch Zustiftungen. Es ist eineigener, größerer Fundraising-Horizont als der laufende Sockel — der Schritt, der die Gemeinnützigkeit dauerhaft festmacht.

Was das fürs Fundraising heißt

Drei Säulen, ein Ziel

Der Verein steht finanziell auf drei Beinen: Mitgliedsbeiträge,Auftragsarbeiten für gemeinnützige Organisationen zum Selbstkostenpreis, und Spenden & Förderung. Das oben bezifferte Fundraising-Ziel — der jährliche Sockel über die Anlaufphase — ist der Teil, den wir gezielt über Stiftungen und Förderer absichern, bis die ersten beiden Säulen ihn selbst tragen.

Es sind zwei getrennte Ziele: der jährliche Sockel hält die Anlaufphase am Laufen; das Stiftungskapital (~50k CHF) gießt die Gemeinnützigkeit dauerhaft in Form. Das eine trägt den Betrieb, das andere das Versprechen.

Wer den Aufbau mittragen will, findet die Wege auf derMitwirken-Seite. Welche Förderer konkret angesprochen werden und wie weit die Gespräche sind, führen wir intern — hier steht der Bedarf, nicht die Ansprache.

Ein Bedarf, offen ausgewiesen, ist kein Bittstellen — er ist die Einladung, an etwas mitzubauen, dessen Rechnung jede:r nachprüfen kann.