Was der Verein braucht — und woher es kommt.
Damit Fördernde den Bedarf begründet sehen — und wir selbst wissen, wie viel wir einwerben sollten: hier stehen alle Investitionen des Vereins beisammen. Kein Wunschzettel, sondern der reale Bedarf, Posten für Posten, mit Größenordnung. Was vertraulich ist — welche Stiftung, welcher Stand der Ansprache — bleibt bewusst außen vor.
Wie viel wir einwerben sollten
Zwei Größen bestimmen den Bedarf: einmalige Anschaffungen (klein, oft aus Rücklagen tragbar) und die jährlichen Grundkosten des Vereinsbetriebs — die eigentliche Zahl, die wir über Förderer absichern wollen, bis das Mana-Volumen sie selbst trägt.
Der jährliche Sockel wird vom Verein selbst getragen, sobald das Mana-Volumen etwa 200.000–400.000 € pro Jahr erreicht. Bis dahin schließen die drei Säulen — Mitgliedsbeiträge, Auftragserlöse und eingeworbene Förderung — die Lücke gemeinsam; den Förder-Anteil davon bauen wir mit Stiftungen. Die „rund drei Jahre" sind eine Annahme für die Größenordnung, kein festes Versprechen — die Docs nennen bewusst nur „mehrere Jahre". (CHF und € liegen grob auf Parität; Beträge sind Größenordnungen, keine Angebote.)
Was schon drinsteckt — und was noch fehlt
Der Cash-Bedarf oben ist bewusst klein — aber nur die Spitze. Der weitaus größte Teil steckt schon drin, als Eigenleistung: vor allem geleistete Entwicklungsarbeit (zu Schweizer Marktlöhnen bewertet), dazu eigene Hardware und selbst getragene Betriebskosten. Diese Werte fließen in kein Spenden-Ziel; sie zeigen, wie viel Substanz hinter dem bescheidenen Bedarf steht.
| Posten | Größenordnung | Art |
|---|---|---|
| Bereits investiert · Eigenleistung | ||
| Geleistete Entwicklungsarbeit (zu CH-Marktlohn bewertet) | ~110–160k CHF | unbezahlt, selbst erbracht |
| Bestehende Hardware (Mac Mini M4, RTX-3090-Workstation) | ~2,5–3k CHF | selbst angeschafft |
| Bisherige Cloud- & Abo-Kosten (LLM-APIs, Domains, Dev-Accounts) | ~3–6k CHF | selbst getragen |
| Summe Eigenleistung | ~115–170k CHF | bereits erbracht |
| Künftiger Cash-Bedarf | ||
| Einmalig (Hardware + Vereinsgründung + Audit) | ~3,8k–6,8k € | Rücklagen / Förderung |
| Jährlicher Sockel (Vereinsbetrieb + Werkzeuge) | ~10,3k–20,7k CHF/Jahr | Förderung |
| Anlauf-Brücke (3 Jahre, inkl. 20% Puffer) | ~37,1k–74,3k CHF | Fundraising-Ziel |
| Stiftungskapital (Fernziel, gewidmet) | ~50k CHF | gewidmetes Kapital |
Bewertungsbasis der Arbeit: der Median-Jahreslohn für Softwareentwicklung in der Schweiz (~CHF 105'000 laut Schweizer IT-Salärstudien, eher konservativ), angesetzt über rund ein bis anderthalb Jahre Vollzeit-Äquivalent (Annahme; die genaue Stunden-/Aufwandserfassung ist ein offener Punkt). Zu Marktlöhnen bewertet wird hier nur, um die Größenordnung des Geschenks sichtbar zu machen — der Verein selbst rechnet und vergütet Arbeit dagegen bewusst zumSelbstkostensatz (an der ZEWO-Vergütungsstudie geeicht, unter Marktlohn), nie zum Marktpreis. Die Eigenleistung geht per Einbringungsvertrag unentgeltlich und unwiderruflich in den Verein über — kein Rückfall an den Gründer. Alle Beträge sind Größenordnungen, keine Rechnungen (CHF und € grob auf Parität).
Was einmal angeschafft wird
Hardware, Gründung und ein erstes Audit — die Posten, die einmal fallen. Die Hardware ist aus den Infrastruktur-Anschaffungenübernommen, jede mit eigener Detailseite. Der günstigste Weg steht überall zuerst: prüfen, was schon da ist.
- Hardware · einmalig~80–150 €Thunderbolt-Umzug
Die Daten-SSD des Servers von USB auf Thunderbolt umziehen — der günstigste Hebel gegen die Ausfälle, die uns diesen Sommer getroffen haben.
- Hardware · einmalig~25 €GPU-Box Selbstheilung
Eine netzwerk-schaltbare Steckdose plus Watchdog, damit sich die KI-Workstation nach einem Hänger von selbst neu startet — ohne dass jemand vor Ort sein muss.
- Hardware · einmalig~100–150 €USV-Strompuffer
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für beide Maschinen — überbrückt kurze Ausfälle und erlaubt ein sauberes Herunterfahren statt eines harten Abbruchs.
- Hardware · einmaligab ~600 €GPU-Ausbau
Mehr Grafikspeicher für die KI-Workstation — der Schritt, den ein echter Nutzer-Pilot mit größeren offenen Modellen auslösen würde.
- Hardware · einmaligdrei Knoten ~CHF 750–1'050Linux-Knoten
Mehrere kleine Linux-Rechner statt eines einzigen Servers — damit kein einzelner Ausfall die Dienste des Vereins lahmlegt.
- recht · einmalig~200–800 CHFVereinsgründung Schweiz
Ein Schweizer Verein braucht kein Gründungskapital — die Kosten sind im Wesentlichen der Handelsregister-Eintrag (~CHF 400), dazu etwas Puffer für Beglaubigungen und das Gesuch um Steuerbefreiung im Kanton Thurgau. Bewusst klein, weil die Statuten schon entworfen sind.
- recht · einmalig~2k–5k €DSGVO-Audit (Kanzlei)
Ein erstes externes Datenschutz-Audit durch eine Fachkanzlei — damit die Compliance-Versprechen der Plattform nicht nur selbst geprüft, sondern belegt sind. Übliche Größenordnung für ein KMU-Erstaudit.
- recht · einmalig~5k–12k CHFStiftungsgründung (Gründungskosten)
Der eigentliche Zielschritt: notariell beurkundete Stiftungsurkunde und Reglement, Handelsregister-Eintrag und rechtliche Begleitung, um das Vereinsvermögen in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen. Das Grundstockkapital kommt als eigenes Fernziel separat dazu.
- siegel · einmalig~3k–5k CHFZEWO-Gütesiegel
Das Schweizer Spenden-Gütesiegel schafft Vertrauen bei größeren Förderern — bewusst zurückgestellt, bis der Verein steht und die laufenden Auflagen tragbar sind.
Was Jahr für Jahr wiederkehrt
Der eigentliche Fundraising-Treiber: die Grundkosten eines sauber geführten Vereins über zwei Rechtsordnungen. Diese Summe wollen wir für die Anlaufphase absichern.
- betrieb · pro Jahr~10k–20k CHFVereinsbetrieb-Sockel
Schweizer Vereins-Buchhaltung, deutsche Steuerberatung, Recht über zwei Rechtsordnungen und ein erstes Audit — die wiederkehrenden Grundkosten, die ein sauber geführter Verein trägt, bevor das Mana-Volumen sie selbst deckt.
- software · pro Jahr~300–650 CHFFundraising-Werkzeuge
Die laufenden Abos, um Stiftungen und Förderer überhaupt systematisch zu finden und anzusprechen (Förder-Datenbanken). Die Spenden-Grundinfrastruktur selbst — QR-IBAN, Liberapay — kostet bewusst nichts.
Was der Verein selbst trägt
Damit klar bleibt, was nicht Teil des Fundraising-Ziels ist:
Die operative Arbeit soll zum Selbstkostensatz vergütet werden, sauber getrennt: unbezahlt im Vorstand bzw. künftigen Stiftungsrat (Governance), davon getrennt angestellt für die operative Leitung. Die Lohnhöhe soll ein unabhängiges Organ festlegen, geeicht an einer externen Vergütungsstudie — finanziert aus Auftragserlösen, höchstens ergänzt durch zweckgebundene Lohn-Förderung, nie aus Mitgliedsbeiträgen oder allgemeinen Spenden. Deshalb steht hier bewusst kein Betrag; der Gründerlohn ist nicht Teil des oben bezifferten Bedarfs.
Der größte Schritt: mana selbst als gemeinnützige Stiftung
Gemeint ist nicht eine Förder-Stiftung als Geldgeberin, sondern mana selbst als Stiftung: Der Verein ist die erste Stufe; mittelfristig überführt er alles — Code, Marken, Domains, Vermögen — in eine eigene gemeinnützige Stiftung. Dem Zweck für immer gewidmet, unverkäuflich, dem Zugriff Einzelner entzogen (warum Stiftung).
Das Grundstockkapital ist der größte einzelne Betrag im ganzen Bild — aber ein besonderer: Es wird nicht ausgegeben, sondern gewidmet. Aufbaubar aus Rücklagen, einer Gründungs-Spende oder über die Zeit durch Zustiftungen. Es ist eineigener, größerer Fundraising-Horizont als der laufende Sockel — der Schritt, der die Gemeinnützigkeit dauerhaft festmacht.
Drei Säulen, ein Ziel
Der Verein steht finanziell auf drei Beinen: Mitgliedsbeiträge,Auftragsarbeiten für gemeinnützige Organisationen zum Selbstkostenpreis, und Spenden & Förderung. Das oben bezifferte Fundraising-Ziel — der jährliche Sockel über die Anlaufphase — ist der Teil, den wir gezielt über Stiftungen und Förderer absichern, bis die ersten beiden Säulen ihn selbst tragen.
Es sind zwei getrennte Ziele: der jährliche Sockel hält die Anlaufphase am Laufen; das Stiftungskapital (~50k CHF) gießt die Gemeinnützigkeit dauerhaft in Form. Das eine trägt den Betrieb, das andere das Versprechen.
Wer den Aufbau mittragen will, findet die Wege auf derMitwirken-Seite. Welche Förderer konkret angesprochen werden und wie weit die Gespräche sind, führen wir intern — hier steht der Bedarf, nicht die Ansprache.
Ein Bedarf, offen ausgewiesen, ist kein Bittstellen — er ist die Einladung, an etwas mitzubauen, dessen Rechnung jede:r nachprüfen kann.