Linux-Knoten
Mehrere kleine Linux-Rechner statt eines einzigen Servers — damit kein einzelner Ausfall die Dienste des Vereins lahmlegt.
Worum es geht
- Priorität
- mittel — Fundament für Ausfallsicherheit
- Kosten
- ~CHF 750–1'050 für drei refurbished Knoten (CH, mit Garantie)
- Löst
- Ein-Server-Risiko — heute hängt alles an einer Maschine
- Auslöser
- wachsende Abhängigkeit der Nutzer von den Diensten
Heute leben die Dienste des Vereins gemeinsam auf einer Maschine — dem mana-server. Das trägt den Betrieb gut, hat aber eine offene Flanke: Fällt diese eine Maschine aus, stehen alle Dienste gleichzeitig still. Je mehr Menschen sich auf sie verlassen, desto weniger passt ein einzelner Punkt, an dem alles hängt.
Linux-Knoten sind der nächste Schritt weg von dieser Abhängigkeit. Auf Linux laufen die Dienste unmittelbar — ohne den Umweg über eine virtuelle Maschine, den ein Mac oder Windows-Rechner für dieselbe Aufgabe braucht. Das ist schlanker, sparsamer und robuster. Vor allem aber lässt sich Betrieb auf mehrere solche Knoten verteilen: Fällt einer aus, übernehmen die anderen, ohne dass ein Mensch nachts aufstehen muss.
Damit das ehrlich funktioniert, braucht es nicht zwei, sondern mindestens drei Knoten — nur dann können sich die Rechner untereinander einig werden, wer noch lebt und wer die Führung übernimmt. Und sie sollten nicht alle im selben Raum an derselben Steckdose stehen: Echte Ausfallsicherheit heißt, dass auch ein Stromausfall oder eine gestörte Internetleitung an einem Ort den Betrieb nicht mitreißt. Der zweite Standort ist geklärt — bei Jan, ebenfalls in Tägerwilen, aber in einem anderen Haus — und hängt per verschlüsseltem Verbund am selben Ganzen.
Konkret heißt das: drei gebrauchte Business-Mini-PCs — die kleinen Ein-Liter-Rechner, die Firmen nach ein paar Jahren ausmustern und die dann leise, sparsam und robust weiterlaufen (etwa ein Lenovo ThinkCentre Tiny, ein Dell OptiPlex Micro oder ein HP EliteDesk Mini). Wichtig ist weniger die Rechenleistung als genügend Arbeitsspeicher für die vielen kleinen Dienste und eine schnelle Festplatte für die Datenbank — Ziel sind rund 32 bis 64 GB je Rechner und eine NVMe-SSD. Wer lieber neu kauft, findet in einem Minisforum MS-01 die kräftigere Variante mit schnellem Netzwerk.
Die Anschaffung fällt bewusst maßvoll und im gleichen Geist wie die übrige Hardware aus: eigene Hardware statt eines fremden Servers, refurbished mit Garantie statt riskantem Privatkauf. Grob CHF 750 bis 1’050 für drei solche Rechner inkl. sinnvoller Aufrüstung — Schweizer Händler wie Alternate oder Auctionline liegen im gleichen Preisband wie deutsche Refurbisher, ohne Import-Reibung. Ungenutzte x86-Rechner im Bestand gibt es derzeit nicht; ein vorhandener Raspberry Pi kann höchstens als leichter Zeuge im Quorum mitlaufen, ersetzt aber keinen der drei Knoten.
Diese Knoten treten nicht an die Stelle der Schweizer Maschinen. Der mana-server und sein geplanter Zwilling mana-server-ch behalten, was nur sie können; die Linux-Knoten übernehmen die übrigen Dienste und geben ihnen die Redundanz, die eine einzelne Spiegel-Maschine allein nicht leisten kann — derselbe Gedanke eines zweiten Standorts, einen Schritt weitergedacht.
Der Ausbau ist ein Fundament, kein Sprint. Zuerst bekommen die zustandslosen Dienste ihre Redundanz; die Ausfallsicherheit der Datenbank — das Herz, in dem die Daten liegen — ist ein eigener, sorgfältiger Schritt danach. Gebaut wird, wenn die wachsende Verlässlichkeit es verlangt, nicht auf Vorrat.
Was Linux-Knoten für den Verein verkörpert
- UnabhängigkeitSchweizer Verein, keine Investoren.
- EigenbetriebEigene Infrastruktur, quelloffener Stack.
- LanglebigkeitBewährte Stacks, gute Doku.
- DatensouveränitätVerwahrer statt Eigentümer.
Was offen ist
- Bestand geklärt (2026-07-15): kein ungenutzter x86-Mini-PC — Kauf nötig. Vorhanden nur Raspberry Pi (Witness-tauglich), PS5 und NAS (kein Compute-Ersatz).
- Zweiter Standort ✅: bei Jan (Bruder), Tägerwilen, anderes Haus — Mesh-Node dort geplant.
- Die Ausfallsicherheit der Datenbank ist ein eigener, späterer Schritt.
Weitere Infrastruktur dieser Art
Geplanter Hardware- oder System-Ausbau — noch nicht beschafft, aber vorgesehen.
- Thunderbolt-UmzugDie Daten-SSD des Servers von USB auf Thunderbolt umziehen — der günstigste Hebel gegen die Ausfälle, die uns diesen Sommer getroffen haben.
- GPU-Box SelbstheilungEine netzwerk-schaltbare Steckdose plus Watchdog, damit sich die KI-Workstation nach einem Hänger von selbst neu startet — ohne dass jemand vor Ort sein muss.
- USV-StrompufferEine unterbrechungsfreie Stromversorgung für beide Maschinen — überbrückt kurze Ausfälle und erlaubt ein sauberes Herunterfahren statt eines harten Abbruchs.
- GPU-AusbauMehr Grafikspeicher für die KI-Workstation — der Schritt, den ein echter Nutzer-Pilot mit größeren offenen Modellen auslösen würde.
Linux-Knoten ist ein geplanter Ausbau der Vereins-Infrastruktur — vorgesehen, aber noch nicht beschafft.