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Souveräne Entwicklung

Build-Werkzeugkette

Wir können unsere Apps inzwischen mit offenen Terminal-Werkzeugen und eigenen oder offenen Modellen bauen — nicht mehr nur mit Claude Code und Anthropic.

Ersetzt
Claude Code + Anthropic als alleinige Bau-Werkzeuge
Der Dienst

Hosting, Betrieb und Infrastruktur des Vereins sind schon souverän — eigene Hardware, eigener Stack, kein Cloud-Anbieter im Pfad. Die letzte große Anthropic-Abhängigkeit saß woanders: Die Apps selbst wurden ausschließlich mit Claude Code (Anthropics Terminal-Werkzeug) und Anthropic-Modellen gebaut. Das Werkzeug, mit dem wir souveräne Software bauen, war es selbst nicht.

Genau das ist der Eigenbetrieb-Wert in seiner ersten Stufe: „Die erste Stufe der Unabhängigkeit ist, Software unabhängig zu bauen.“ Dieser Baustein ist der Anfang dieser Ablösung.

Zwei trennbare Schichten. Die Abhängigkeit zerfällt in die Harness (das Terminal-Werkzeug, mit dem der Agent Code liest und schreibt) und das Modell (das eigentliche Denken dahinter). Beide sind einzeln austauschbar. Neu eingerichtet und erprobt: OpenCode — ein quelloffener Terminal-Agent, der sich anfühlt wie Claude Code — angedockt an mana-llm, unser eigenes OpenAI-kompatibles LLM-Gateway.

Drei Betriebs-Stufen — ein Spektrum, kein Schalter:

  • Voll souverän. OpenCode plus das lokale Modell Qwen3:14b auf der eigenen GPU-Box. Kein Anthropic, keine externe Cloud. Am 18.06.2026 end-to-end verifiziert — der Agent las und editierte echten Code selbständig. Verfügbar nur bei warmer Box.
  • Anthropic-frei. OpenCode plus ein großes offenes Modell (etwa Kimi K2 Code) über einen offen-gehosteten Anbieter. Unabhängig von Anthropic, aber noch Cloud. Immer verfügbar — und deshalb bewusst der Default, solange die GPU-Box meist aus ist. Der voll-souveräne Modus ist von hier aus „ein Flag entfernt“, aber eben nur bei laufender Box.
  • Status quo. Claude Code mit Anthropic bleibt vorerst für die schwersten, mehrstufigen Aufgaben. Der Anteil soll schrumpfen, nicht über Nacht verschwinden.

Dabei haben wir die eigene Infrastruktur fit gemacht. Beim Einrichten fiel ein echter Fehler im eigenen LLM-Gateway auf und wurde behoben: Er hatte bis dahin jedem offenen Agenten das Werkzeug-Aufrufen im Streaming verunmöglicht. Der Fix nützt allen offenen Werkzeugen, die danach kommen — nicht nur diesem einen.

Was das nicht ist. Wir haben Anthropic nicht abgeschafft. Das hier ist eine bewiesene Fähigkeit und ein Rampen-Pfad, kein vollzogener Komplett-Umstieg. Der Eintrag zu den LLM-Anbietern bleibt wahr: Wir kaufen weiter API-Calls fürs Schwerste, mit Buchführung darüber. Lokale Modelle erreichen die Frontier-Qualität noch nicht — sie tragen die Routine-Arbeit, nicht die schwersten zwanzig Prozent. Was sich geändert hat, ist, dass die Ablösung, die dort als langfristiger Pfad versprochen ist, jetzt einen ersten gangbaren Schritt hat.

Konzept und Stand im Detail: docs/SOUVERAENE_ENTWICKLUNG.md. Warum das zur Mission gehört, steht unter /mission.

Grundsätze

Was Souveräne Entwicklung für den Verein verkörpert

  • Unabhängigkeit
    Schweizer Verein, keine Investoren.
  • Offenheit
    Code und Mittelverwendung öffentlich.
  • Eigenbetrieb
    Eigene Infrastruktur, quelloffener Stack.
  • Selbstkostenpreis
    Keine Werbung, kein Aufschlag.
Stand

Was offen ist

  • Die [GPU-Box](/infrastruktur/mana-gpu) ist meist aus — der voll-souveräne Modus läuft nur bei warmer Box. Ein dauerhaft warmer Build-Track bräuchte mehr GPU.
  • Das VRAM-Budget der einen Karte teilen sich Bau-Modell und andere Inferenz-Dienste — beides gleichzeitig warm geht nicht.
  • Den Anteil der Arbeit, die lokal/offen statt bei Anthropic läuft, hochfahren und im Transparenzbericht messbar machen.

Souveräne Entwicklung ist ein Baustein der Vereins-Infrastruktur — eine von drei Schichten unter den Plattform-Services und Apps.